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Ein Dach und viele Bäder

Das Steildach
Das Flachdach


Dachformen und passende Bäder

Abb.: Steildach. Die am häufigsten vorkommende Dachform in Deutschland. Pflegeleicht und bestens geeignet gegen Witterungsunbilden. (Abb.:Redaktion)
Abb.: Sanierte Vila. Steildach mit Walmdachgestaltung und Mansardenüberhängen. Die Dachgestaltung allein macht diese Immobilie schon zu einem besonderen Blickfang, wie man ihn nicht häufig zu sehen bekommt.

Das Steildach

Die weithin sichtbare Schönheit, wobei  es sehr auf die Eindeckung in Material und Form ankommt, ist deutlich erkennbar.  Darüber hinaus hat sich die Praktikabilität im täglichen Einsatz (Wind und Wetter) hervorragend bewährt.  Wie schon der Name sagt, handelt es sich hier um eine Dachform, die steil, also schräg nach oben in einem bestimmten Winkel (unterschiedlich im Bebauungsplan) angelegt ist. Daher leitet diese Dachgestaltung ihre mittlerweile eingeführte Architekturbezeichnung ab – klar und für jedermann verständlich.

Diese Dachform hat sich, abgewandelt in unterschiedliche Varianten, im Hausbau bis heute erhalten und druchgesetzt. Nicht zuletzt deshalb, weil sie den besten Schutz gegen Witterungseinflüsse (Regen, Wasser wird sofort abgeleitet) bietet.

Dächer mit einem Gefälle von über 5 Prozent Neigung werden als geneigte Dächer (Steildach) eingestuft. Dächer mit unter 5 Prozent Neigung zählen zu den Flachdächern.

Unterschieden wird im Steildachbereich zwischen Sparren- und Pfettendächern.  Erstere bieten später einen Raum ohne störende Stützen; letztere bedienen sich der Pfetten auf denen die Stützen aufgelegt sind.

Während die Stützen später im Raum von einigen als störend empfunden werden, begrüßen sie wiederum andere als willkommene architektonische stilbildende Mittel. Die Standfestigkeit ist in jedem Falle gewährleistet.

Vor- und Nachteile:  Holzkonstruktionen im Steildachbereich haben den Vorteil, dass relativ einfach in die Substanz eingegriffen werden kann, z. B. beim nachträglichen Einbau von Dachgauben. Jedoch gilt auch hier: je aufwändiger und unregelmäßiger die Dachgestaltung, desto kostspieliger erweist sich die Umsetzung sowie die spätere Unterhaltung (Wartung) der Immobilie.  Darüber hinaus erweist sich ein Dachgeschoss-Wohnraum als kostenintensiver als im Geradgeschoss.

Ein großzügig angelegter Dachüberstand trägt erheblich zum Witterungsschutz bei , sorgt für längere Pflegeintervalle und Haltbarkeit.

Alle Abb.: Redaktion

Das Flachdach

Einer Studie zufolge halten viele Deutsche den Flachdach-Bungalow für das Traumhaus schlechthin. Fachleute haben für den Retro-Trend auch eine Erklärung: Der Gebäudetyp ist ideal für ganz jung und ganz alt.

Ein Drittel der Deutschen können sich für das Wohnen in einem eingeschossigen Haus mit Flachdach begeistern. Ein Traumhaus ist der Bugalow sogar für ein Fünftel der Bevölkerung.

Dabei geht es einer großen Zahl dieser Bungalow-Liebhaber um die großzügige Wohnform auf einer Ebene. Ganz besonders ideal für ältere Menschen und Kinder. Und so kommt es nicht von ungefähr, dass sich Jung und Alt für den Flachdach-Bungalow begeistern können.

Das Flachdach hat seine große Zeit begründet durch die Bauhaus-Architektur, begründet von Walter Gropius in den 20er Jahren. Sein großes Comeback feierte es in den 60er und 70er Jahren und findet heute seinen Widerhall im zweigeschossigen Wohnungsbau in ausgeprägter ästhetischen Darstellung. Eine leichte Neigung bis zu 5Grad gilt immer als Flachdach-Klassifizierung. Aufgrund der fortgeschrittenen technischen Abdichtungsmöglichkeiten (gegen Wasser und ähnliche Einflüsse) findet es hierzulande immer häufiger auf Zustimmung. Die moderne Architektur ermöglicht im Flachdachbereich zahlreiche unterschiedliche Gestaltungsformen für Ausbauten (Balkone, Terrassen, Penthouse) und Hauskonstruktionen, die im Steildachbereich nicht möglich sind. Man denke nur an die begehbare Dachterrasse. Im Innenbereich gibt es grundsätzlich keine Räume mit Schrägen, wodurch sich wiederum zusätzliche und andere Stellmöglichkeiten bei der Möblierung eines Raumes bieten.

Hinsichtlich der Konstruktion unterscheidet man zwischen Kaltdach und Warmdach. Hatte das Flachdach bis vor einigen Jahren noch zahlreiche Zweifler an der Wetterfestigkeit, hat deren Zahl aufgrund fortgeschrittener technischer Entwicklung stark gegen Null abgenommen. Richtig ausgeführt, sind Flachdachhäuser heute in ihrer Dauerhaftigkeit und Stabiliät genau so gut wie Häuser mit geneigten Dächern. Es ist eine Entscheidung des Geschmacks: Steil oder flach.

In besonderer Weise setzt sich der Trend nach Flachdachhäusern – architektonisch bezeichnet in seiner eingeschossigen Bauweise als BUNGALOW – weiter fort. Es handelt sich dabei sowohl um den eingeschossigen, ebenerdigen Hausbau wie um den zwei- und mehrgeschossigen Hausbau. Die Nachfrage ist stark gestiegen, was nicht zuletzt auf die demografische Entwicklung zurückzuführen ist.

Hinsichtlich der Dämmung unterscheidet man im Flachdachbereich

  • nach aufgebrachter Abdichtung auf der Dämmung und
  • Abdichtung unter der Dämmung

Die Abdichtung auf der Dämmung ist im Normalfall

  • kostengünstiger als beim Steildach
  • die Dachfläche kann vielfältig genutzt werden, z. B. als Terrasse, Penthouse
  • die Dachfläche kann begrünt werden.
  • Um nur einige Möglichkeiten aufzuzeigen.

Das Flachdach-Haus hat einiges zu bieten, was es so sympathisch erscheinen lässt. 

Bauhaus

Das Bauhaus ist für die Entwicklung der weltweiten Architektur die wichtigste Schule des 20. Jhs. gewesen. Die Bauhausbedeutung wird auch in der Bauhaus-Fähigkeit gesehen, Künstler wie Klee, Kandinsky, Feiniger, Schlemmer zusammen zu bringen und ihre Fähigkeiten einzubringen und gemeinsam zu verwirklichen. Leider wird diese fundamentale  BAUHAUS-Bedeutung bis heute nicht hinreichend gewürdigt, obschon sie bis in unsere Zeit hinein wirksam und lebendig ist. In vielen Bereichen. Wie immer im Leben, so hat es sich auch hier zugetragen. Am Anfang eine Idee, eine schüchterne Vision und schließlich sichtbare Architektur.

Der Architekt Walter Gropius, der an dieser “Bewegung” großen Anteil hatte, nannte diese Vision 1919 als erster “Bauhaus”. Wie beim mittelalterlichen Dombau die Bauhütten, so sollte das Bauwerk wieder Treffpunkt von Kunst und Handwerk sein. Jeder Künstler sollte mit dem Handwerk vertraut werden. Die Grundausbildung von Künstlern und Handwerkern sollte die gleiche sein. Das hieß: Ausbildung in Formgebung, Farbe und Farbgestaltung sowie Materialbeschaffenheit - der Künstler ein Handwerker und der Handwerker ein Künstler.

Gropius und seine “Bauhäusler” wollten dem Leben einen neuen Sinn geben. Aufregend und modern sollten die neue Gebäude sein, vor allem ganz anders als vorher in der Kaiserzeit. Sogenannter nicht zum Leben erforderlicher “Überfluss” sollte weg. Sachliche Kühle war angesagt. Mit der Architektur sollte sich auch etwas im “Kopf” verändern. Die junge, neue Republik nahm das Gedankengut und die frische Architektur nicht immer willig und gern auf, denn viel zu fest verankert war man noch in alten Denkschablonen verhaftet. Aber nicht überall. In Ateliers und Werkstätten ging es in jenen Tagen munter zu. Aber nur für 14 Jahre. 1933 war alles zu Ende. Was in Deutschland verboten wurde, lebte im Ausland, insbesondere in den Vereinigten Staaten weiter. Hier wurde das, was in Weimar, Dessau und Berlin “angedacht” wurde, fortentwickelt.

Bauhaus Weimar (Bild: Redaktion)

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